NEWS

Wow. Wir sind begeistert. Heute haben wir unser 1. Beiratstreffen gehabt und mit unglaublich tollen Menschen unser Projekt diskutiert und das weitere Vorgehen besprochen.

Infotrailer

01.08.2019

Manchmal sagen Bilder mehr als Worte... Darum haben wir noch mal einen kurzen Infotrailer erstellt, in dem alle Fakten und Ideen rund um unser Projekt verfügbar sind. Hier der Link. Viel Spaß beim Anschauen.

Projektstart

01.06.2019

Wir freuen uns, dass wir nun endlich offiziell mit unserem Projekt "www.handwerksstolz.de" starten können :)

Neues Projekt

11.01.2019

Unser Antrag war erfolgreich! Wir freuen uns verkünden zu dürfen:

Hintergrund der aktuellen Forschung

Handwerkliches Können hält nach Richard Sennett zwei emotionale Belohnungen für den Erwerb von Fähigkeiten bereit: eine Verankerung in der greifbaren Realität und Stolz auf die geleistete Arbeit. Während die Befriedigung, die im Kontext von Freizeit aus reparierenden, heimwerkelnden Tätigkeiten erwachsen kann, häufig beschrieben wurde und in der Do it yourself-Bewegung auch ideologische Unterfütterung findet, können sich in den Gesellschaften des Globalen Nordens seit Jahrzehnten zunehmend weniger Arbeitnehmer vorstellen, ihre Zukunft im Handwerk zu finden. Wohlfahrtsstaaten auf dem Weg in postindustrielle Arbeitsarrangements betonen im Bereich der Berufswahl Akademisierung als Grundlage besseren Verdienstes, was viele Arbeitsbereiche, die für den Erhalt einer guten staatlichen und internationalen Infrastruktur notwendig sind, nicht mitdenkt.

Die kulturanthropologische Feldforschung im Kontext des BMBF-geförderten Projektes "Objekte der Könner" hat viele Hinweise auf diesen Zusammenhang von Lebenszufriedenheit und handwerklicher Arbeit in den beforschten Handwerkszweigen des Orgelbaus und des Lehmbaus aufgedeckt. Die ökonomische Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass nicht nur materielle Dinge von Bedeutung sind, sondern dass insbesondere die Lebenszufriedenheit eine große Bedeutung für das Individuum hat. In diesem Sinne wird das subjektive Wohlbefinden auch als mögliches alternatives Wohlfahrtsmaß diskutiert. Im Zuge dieser Diskussionen wurde in den letzten Jahren auch die Rolle der Arbeit und insbesondere die Identifikation mit dieser weiter untersucht. Das Handwerk selber könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen, das Wohlbefinden zu steigern, da sich handwerkliche Tätigkeit in vielen Aspekten von anderer Arbeit unterscheidet. Insbesondere die Möglichkeit, das Ergebnis der eigenen Arbeit zu sehen, etwas mit den Händen zu schaffen und die sozialen Aspekte dieses Berufsfeldes scheinen einen großen Einfluss auf Menschen zu haben.

Diese unterschiedlichen disziplinären Zugänge haben wir in dem Umfrageprojekt "Handwerksstolz.de - Glücksforschung im Handwerk" zur Synthese gebracht. Die interdisziplinär entwickelte quantitative Umfrage, die von Dezember 2017 bis März 2018 in Kooperation mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks durchgeführt wird, vertieft verschiedene Aspekte von Arbeit im Berufsfeld "Handwerk". Neben der Untersuchung der Auswirkungen händischer Tätigkeit und Fähigkeit auf die Lebenszufriedenheit bietet der Fragebogen die Möglichkeit, einzelne Facetten der handwerklichen Tätigkeit zu analysieren und genauer zu fragen, welche Faktoren zur Arbeitszufriedenheit im Handwerk einen Beitrag leisten.